Festhalten

„Für eine kleine Zeit halten wir deine Hände fest.

Dein Herz aber ein Leben lang.“

(Unbekannt)

Festhalten – laut dem Duden bedeutet dieses Wort u.a. „durch Zupacken, Ergreifen daran hindern, sich zu entfernen“, oder aber auch „gefangen halten“ – das klingt nicht wünschenswert.

Es kann aber auch gemeint sein „jemanden, etwas nicht aufgeben“, oder auch im aktiven Sinne „sich fest an jemandem, etwas halten, anklammern, um nicht zu fallen“. Das wiederum sind positiv konnotierte Wortbedeutungen.

Wir alle sind immer wieder angewiesen auf Menschen, die uns festhalten; soll heißen uns nicht aufgeben, an uns dran bleiben – die von Zeit zu Zeit unsere Hand halten und unser Herz berühren; an die wir uns klammern können, wenn wir dabei sind, zu fallen.

„Angewiesen sein“ erinnert an „abhängig sein“– und Abhängigkeit hat für den ein oder anderen vielleicht einiges mit Unfreiheit gemein. Aber bringt es vielleicht sogar eine gewisse Art von Freiheit, sich einzugestehen, dass wir einander brauchen? Dass wir nicht alleine durchs Leben gehen können, dass wir den Rat, die Fürsorge, den Zuspruch, die Korrektur, die Liebe anderer benötigen, um zu wachsen, zu gedeihen, um aufzublühen?

Am Anfang des Lebens sind es vor allem die Eltern, die unsere Hände und unser Herz halten, was diese Bilder wie ich finde treffend ausdrücken – im Laufe des Lebens erweitert sich der Kreis an Menschen. Mögest Du immer wieder auf Menschen treffen, die Dir im Hier und Heute ein Halt sein können!

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