Ein kleines Fotografie-Update

Immer mal wieder erreicht mich die Frage, wann ich wieder Aufträge annehme. Gerne möchte ich daher ein kleines Update zu meiner Fotografie geben:

Ich hatte ja kurz nach meinem Studienende und Umzug aus der Heidelberger in die Stuttgarter Region Ende 2018 aufgehört, Aufträge anzunehmen, um mich ganz auf mein Referendariat konzentrieren zu können. Der Abschluss meines Referendariats ist nun schon etwas über ein Jahr her – ich lebe und arbeite mittlerweile direkt in Stuttgart.

Wann genau ich wieder Aufträge annehme, kann ich derzeit noch nicht sagen. Ich bewege dies jedoch beständig in meinem Herzen. Bei einem Wiedereinstieg in die gewerbliche Fotografie – gegebenenfalls im Laufe des Jahres 2022 – plane ich, keine Hochzeiten mehr zu begleiten, sondern den Fokus auf Shootings zu legen. Ich werde den Zeitpunkt, wann ich wieder offiziell beginne, dann natürlich ankündigen.

Auch nach 2018 habe ich, wenn sich Gelegenheiten ergeben haben und es sich zeitlich für mich einrichten ließ, immer mal wieder fotografiert und die Bilder geteilt; und tue dies auch aktuell ab und zu – warum?

Schaut man sich Portfolios von FotografInnen – auch mein eigenes – an, könnte man meinen, das Leben (der Fotografierten oder im Allgemeinen) sei nur wundervoll, stets fröhlich und unbeschwert.Wir alle wissen, dass es das nicht ist – zumindest nicht durchgängig.

Wir alle kennen – der eine mehr, der andere weniger – persönlich erfahrenes Leid; und auch Not von anderen; sei es im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis; durch den Kontext, in dem wir arbeiten, durch die Nachrichten…

Sind die Bilder (m)eines Portfolios also eine Lüge? Für mich sind sie es nicht. Für mich stellen sie ein Trotzdem dar. Denn trotz allem Zerbruch, trotz alle dem, ja manchmal sogar in alle dem, was schwierig und herausfordernd ist, was traurig und nachdenklich macht, gibt es sie: die kleinen und großen Momente der Schönheit, des Friedens, des Anklangs an eine Vollkommenheit, die wir so oft ersehnen – und gerne dauerhaft erleben würden.

Diese Momente sind jedoch flüchtig – die Fotografie kann sie nicht zurückbringen, aber sie kann den Hauch einer Ahnung davon ins Heute transportieren. Dies ist ein Grund, warum ich die Fotografie so schätze – und weswegen meine Kamera mich auch seit 2019 beständig begleitet.

„Don’t try to present your art by making other people read or hear or see or touch it; make them feel it. Wear your art like your heart on your sleeve and keep it alive by making people feel a little better.

Feel a little lighter. Create art in order for yourself to become yourself and let your very existence be your song, your poem, your story.“

(Charlotte Eriksson)

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende und bis bald mal wieder!

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